BMI-Rechner: Body-Mass-Index berechnen und richtig einordnen
Geben Sie Gewicht und Größe ein. Der Rechner zeigt Ihren BMI, die Einordnung nach WHO und den Gewichtsbereich, der bei Ihrer Größe als Normalgewicht gilt.
So rechnet der BMI-Rechner
Der Body-Mass-Index setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße: BMI = Gewicht in kg / (Größe in m)². Ein Beispiel: 70 kg bei 1,75 m ergeben 70 / 3,0625 = 22,86. Der Rechner rundet auf eine Nachkommastelle, also auf 22,9.
Den Bereich für Normalgewicht rechnet er mit den beiden WHO-Grenzen rückwärts aus: von 18,5 × (Größe in m)² bis 24,9 × (Größe in m)². Bei 1,75 m sind das 56,7 bis 76,3 kg, bei 1,65 m 50,4 bis 67,8 kg und bei 1,80 m 59,9 bis 80,7 kg. Es gibt also nicht das eine richtige Gewicht, sondern eine Spanne von fast 20 kg.
Für ein verlässliches Ergebnis wiegen Sie sich am besten morgens nach dem Toilettengang, ohne Schuhe und in leichter Kleidung. Die Größe messen Sie barfuß, mit dem Rücken an einer Wand. Weil die Größe quadriert wird, machen schon wenige Zentimeter einen Unterschied: 70 kg ergeben bei 1,75 m einen BMI von 22,9, bei 1,72 m schon 23,7.
So lesen Sie Ihr Ergebnis
Die Einteilung stammt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und gilt für Erwachsene; die deutsche S3-Leitlinie zur Adipositas verwendet dieselben Grenzen. Sie sind nach unten geschlossen: Wer genau auf 25,0 kommt, fällt bereits in die Gruppe Übergewicht.
| BMI (kg/m²) | Einordnung |
|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 bis 24,9 | Normalgewicht |
| 25,0 bis 29,9 | Übergewicht (Präadipositas) |
| 30,0 bis 34,9 | Adipositas Grad I |
| 35,0 bis 39,9 | Adipositas Grad II |
| ab 40,0 | Adipositas Grad III |
Drei Beispiele aus dem Rechner: 70 kg bei 1,75 m ergeben 22,9 (Normalgewicht), 90 kg bei 1,80 m ergeben 27,8 (Übergewicht) und 50 kg bei 1,70 m ergeben 17,3 (Untergewicht).
Dass die Grenzen nicht willkürlich sind, zeigt eine der größten Auswertungen zu diesem Thema: 239 Langzeitstudien mit mehr als zehn Millionen Menschen auf vier Kontinenten. Bei Nichtrauchern ohne Vorerkrankungen war die Sterblichkeit zwischen einem BMI von 20 und 25 am niedrigsten. Knapp darunter und im gesamten Übergewichtsbereich lag sie höher, bei Adipositas Grad I um etwa 45 Prozent (Global BMI Mortality Collaboration 2016).
Trotz seiner Schwächen hat der BMI einen großen Vorteil: Er ist einfach, kostet nichts und lässt sich über Studien, Länder und Jahrzehnte hinweg vergleichen. Deshalb beruht ein Großteil des Wissens über Gewicht und Gesundheit auf ihm. Auch die deutsche Leitlinie empfiehlt, bei jedem Verdacht auf Übergewicht Gewicht und Größe zu messen und daraus den BMI zu bestimmen.
Was der BMI nicht kann
Der BMI misst Masse, nicht Zusammensetzung. Er unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett und weiß nicht, wo das Fett sitzt. Für große Gruppen ist er ein brauchbarer Maßstab, für den Einzelnen eine grobe Schätzung. Besonders vorsichtig sollten diese Gruppen ihr Ergebnis lesen:
- Muskulöse Menschen: Wer viel Kraftsport treibt, landet schnell bei 26 oder 27, ohne zu viel Fett mit sich herumzutragen.
- Menschen mit unauffälligem BMI: In einer US-Erhebung mit 13.601 Erwachsenen erkannte die Grenze von 30 zwar fast nur Menschen, die tatsächlich zu viel Körperfett hatten, übersah aber mehr als die Hälfte derer mit erhöhtem Fettanteil (Romero-Corral 2008).
- Menschen ab 65: In einer Metaanalyse mit fast 200.000 älteren Menschen war Übergewicht nicht mit höherer Sterblichkeit verbunden, ein BMI unter 23 dagegen schon. Das Risiko stieg erst ab etwa 33 wieder an (Winter 2014).
- Menschen asiatischer Herkunft: In vielen asiatischen Bevölkerungen steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schon unterhalb von 25. Die WHO nennt deshalb zusätzliche Schwellen bei 23 und 27,5 (WHO 2004).
- Kinder und Jugendliche: Die WHO-Grenzen gelten nur für Erwachsene. Bei Kindern wird der BMI mit Perzentilkurven nach Alter und Geschlecht bewertet; dafür ist dieser Rechner nicht gedacht.
- Schwangere: Während der Schwangerschaft sagt der aktuelle BMI wenig aus. Wie viel Zunahme angemessen ist, besprechen Sie mit Ihrer Frauenarztpraxis oder Ihrer Hebamme.
- Kranke Menschen: Wassereinlagerungen oder starker Muskelabbau verfälschen den Wert in beide Richtungen.
Ein zweiter Blick: der Bauch
Maße für Bauchfett sagen Herz-Kreislauf-Risiken in Studien besser voraus als der BMI allein. Die deutsche Adipositas-Leitlinie nennt deshalb auch Grenzwerte für den Taillenumfang: ab 102 cm bei Männern und ab 88 cm bei Frauen gilt er als erhöht. Für das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße wird eine Grenze von 0,5 vorgeschlagen; bei 1,70 m entspricht das 85 cm.
Was Sie mit dem Ergebnis anfangen
Ein BMI außerhalb des Normalbereichs ist kein Befund, sondern ein Anlass, genauer hinzusehen. Die deutsche Leitlinie sieht einen Behandlungsanlass ab einem BMI von 30. Zwischen 25 und 30 gilt das, wenn zusätzlich zum Beispiel Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, ein erhöhter Taillenumfang oder ein hoher Leidensdruck bestehen. Liegt Ihr Wert unter 18,5 oder haben Sie ungewollt abgenommen, sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis.
Wer abnehmen möchte, braucht als Nächstes den eigenen Energiebedarf. Den schätzt der Kalorienrechner; der Kaloriendefizit-Rechner leitet daraus ein Tagesziel ab, das nie unter den Grundumsatz fällt. Wie viel Körperfett hinter Ihrem BMI steckt, schätzt der Körperfett-Rechner aus wenigen Umfängen.
Diesen Rechner auf Ihrer Website einbinden
Sie können den Rechner kostenlos auf Ihrer Website oder in Ihrem Blog einbinden. Kopieren Sie den Code und fügen Sie ihn als HTML ein; die Berechnung bleibt aktuell.
Häufige Fragen
Welcher BMI ist normal?
Für Erwachsene gilt nach WHO ein BMI von 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht, für Frauen und Männer gleichermaßen. Bei 1,75 m Körpergröße entspricht das 56,7 bis 76,3 kg. Für Menschen ab 65 liegt der Bereich mit dem geringsten Sterberisiko in Studien etwas höher; ein BMI unter 23 war in dieser Altersgruppe eher ungünstig.
Warum gelten für Frauen und Männer dieselben Grenzen?
Die WHO-Tabelle unterscheidet nicht nach Geschlecht, obwohl Frauen bei gleichem Gewicht im Mittel mehr Körperfett haben. In einer großen US-Erhebung hing der BMI bei Männern stärker mit der Muskelmasse zusammen, bei Frauen stärker mit dem Fettanteil. Wer es genauer wissen will, ergänzt den BMI um den Taillenumfang oder eine Schätzung des Körperfettanteils.
Ist ein BMI von 26 schon gefährlich?
Im Durchschnitt großer Studien ist das Sterberisiko bei einem BMI zwischen 25 und 27,5 nur leicht erhöht, um etwa 7 Prozent gegenüber 22,5 bis 25. Für Sie persönlich sagt die Zahl allein wenig. Die deutsche Leitlinie sieht unterhalb von 30 erst dann einen Behandlungsanlass, wenn weitere Faktoren wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes oder ein erhöhter Taillenumfang hinzukommen.
Warum zeigt der Rechner Übergewicht an, obwohl ich viel trainiere?
Weil der BMI nur Gewicht und Größe kennt. Muskeln sind schwer, und wer viel Kraftsport treibt, kommt leicht auf einen BMI über 25, ohne zu viel Körperfett zu haben. In diesem Fall ist der Körperfettanteil aussagekräftiger. Unser Körperfett-Rechner schätzt ihn aus Hals-, Taillen- und bei Frauen Hüftumfang, mit einer Genauigkeit von etwa ±3 bis 4 Prozentpunkten.
Kann ich den BMI-Rechner für mein Kind nutzen?
Nein. Die WHO-Grenzen gelten nur für Erwachsene. Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich das Verhältnis von Gewicht und Größe mit dem Wachstum, deshalb wird ihr BMI mit Perzentilkurven für Alter und Geschlecht bewertet. Das übernimmt die Kinder- und Jugendarztpraxis, zum Beispiel bei den Vorsorgeuntersuchungen.
Ab welchem BMI sollte ich ärztlichen Rat suchen?
Die deutsche Adipositas-Leitlinie sieht einen Behandlungsanlass ab einem BMI von 30. Zwischen 25 und 30 gilt das, wenn weitere Faktoren dazukommen, etwa Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, ein Taillenumfang ab 102 cm bei Männern oder ab 88 cm bei Frauen oder ein hoher Leidensdruck. Auch ein BMI unter 18,5 oder ungewollter Gewichtsverlust gehören ärztlich abgeklärt.
Quellen
- World Health Organization. Obesity: preventing and managing the global epidemic. Report of a WHO consultation. WHO Technical Report Series 894. Genf: WHO; 2000.
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V. Interdisziplinäre S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas. Version 5.0, AWMF-Register 050-001. 2024.
- Global BMI Mortality Collaboration. Body-mass index and all-cause mortality: individual-participant-data meta-analysis of 239 prospective studies in four continents. Lancet. 2016;388(10046):776-86.
- Romero-Corral A, Somers VK, Sierra-Johnson J, et al. Accuracy of body mass index in diagnosing obesity in the adult general population. Int J Obes (Lond). 2008;32(6):959-66.
- Winter JE, MacInnis RJ, Wattanapenpaiboon N, Nowson CA. BMI and all-cause mortality in older adults: a meta-analysis. Am J Clin Nutr. 2014;99(4):875-90.
- WHO Expert Consultation. Appropriate body-mass index for Asian populations and its implications for policy and intervention strategies. Lancet. 2004;363(9403):157-63.