Magnesium in Lebensmitteln: Die besten Quellen mit Tabelle
Am meisten Magnesium pro 100 g liefern laut Bundeslebensmittelschlüssel Kakaopulver (545 mg), Weizenkleie (446 mg) sowie Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Chiasamen und Kürbiskerne…
Okay sind weniger als 10 Prozent der täglichen Energie aus freiem Zucker, bei 2000 kcal also höchstens 50 g oder knapp 17 Stück Würfelzucker. Das empfehlen die WHO und die deutschen Fachgesellschaften DGE, DAG und DDG. Die WHO hält unter 5 Prozent, rund 25 g, für zusätzlich günstig. Zucker in ganzem Obst, Gemüse und naturbelassener Milch zählt nicht mit, Zucker in Saft und Honig schon.
Begrenzte Evidenz: Unabhängige Übersichtsarbeiten für WHO und EFSA zeigen übereinstimmend, dass mehr freier Zucker mit mehr Körpergewicht und mehr Karies einhergeht. Die 10-Prozent-Grenze stützt sich aber auf Evidenz mittlerer, die 5-Prozent-Grenze auf Evidenz niedriger Qualität, und eine sichere Schwelle ließ sich nicht bestimmen.
Morgens ein Glas Orangensaft, mittags ein Fruchtjoghurt, abends ein Stück Schokolade: Wie viel Zucker am Tag ist eigentlich okay? Die kurze Antwort: Bei einem Energiebedarf von 2000 kcal gelten höchstens 50 g freier Zucker als Obergrenze, das sind knapp 17 Stück Würfelzucker. So empfehlen es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und drei deutsche Fachgesellschaften. Hier lesen Sie, welcher Zucker mitzählt, wie viel in typischen Produkten steckt und was die Studien zeigen.
Freier Zucker sollte weniger als 10 Prozent der täglichen Energie liefern. Bei 2000 kcal sind das höchstens 50 g Zucker pro Tag, also knapp 17 Stück Würfelzucker oder rund 13 Teelöffel. Die WHO hält weniger als 5 Prozent für zusätzlich günstig, das sind rund 25 g. Zucker in ganzem Obst, Gemüse und naturbelassener Milch zählt dabei nicht mit.
Die Zahlen stammen aus der Zucker-Leitlinie der WHO von 2015. Die Grenze von 10 Prozent gilt für Erwachsene und Kinder, die WHO stuft sie als starke Empfehlung ein. Die Senkung unter 5 Prozent ist nur eine bedingte Empfehlung, weil die Daten dafür deutlich dünner sind.
Im Dezember 2018 haben sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in einem gemeinsamen Konsensuspapier der WHO angeschlossen. Für 2000 kcal nennen sie eine maximale Zufuhr von 50 g freien Zuckern. Das Papier ordnet den Wert ausdrücklich als Obergrenze ein, nicht als empfohlene Menge, die man ausschöpfen sollte.
Die Grenze ist ein Prozentwert, die Grammzahl hängt also von Ihrem Energiebedarf ab. Ein Gramm Zucker liefert 4 kcal. 10 Prozent von 2000 kcal sind 200 kcal, geteilt durch 4 ergibt das 50 g. Als Faustregel: Tagesbedarf in kcal geteilt durch 40 ergibt die Obergrenze in Gramm, geteilt durch 80 das strengere 5-Prozent-Ziel.

Ein Stück Würfelzucker wiegt nach Angaben der Verbraucherzentralen 3 g. Damit sieht die Rechnung so aus:
| Energiebedarf pro Tag | Unter 10 % (Obergrenze) | Würfelzucker | Unter 5 % (WHO-Zusatzziel) | Würfelzucker |
|---|---|---|---|---|
| 1600 kcal | 40 g | gut 13 | 20 g | knapp 7 |
| 2000 kcal | 50 g | knapp 17 | 25 g | gut 8 |
| 2500 kcal | rund 62 g | knapp 21 | rund 31 g | gut 10 |
Die 2000 kcal sind ein Rechenbeispiel, kein Richtwert für alle. Wer weniger Energie braucht, hat auch ein kleineres Zuckerbudget. Ihren persönlichen Bedarf schätzt der Kalorienrechner.
Gemeint ist freier Zucker. Dazu zählt die WHO alle Einfach- und Zweifachzucker, die Hersteller, Köche oder Sie selbst einem Lebensmittel zusetzen. Hinzu kommt der Zucker, der von Natur aus in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten steckt. Ob mit Haushaltszucker, Honig oder Dicksaft gesüßt wird, ändert an der Rechnung nichts.
Nicht mit zählt der Zucker in ganzem Obst und Gemüse sowie der Milchzucker in naturbelassener Milch. Die WHO begründet das damit, dass für diese Zucker keine gesundheitlichen Nachteile beschrieben sind. Ein Apfel mit rund 16 g Zucker belastet Ihr Zuckerbudget also nicht, ein Glas Apfelsaft mit rund 24 g dagegen voll.
Beobachtungsdaten aus den USA passen dazu: In drei Kohorten mit 187.382 Beschäftigten aus Gesundheitsberufen erkrankten über bis zu 24 Jahre 12.198 Menschen an Typ-2-Diabetes. Je drei Portionen ganzes Obst pro Woche lag das Risiko um 2 Prozent niedriger, je drei Portionen Fruchtsaft um 8 Prozent höher (Muraki 2013). Ursache und Wirkung belegt eine solche Beobachtung nicht.
Auf der Packung hilft die Unterscheidung nur bedingt. Die Zeile „davon Zucker“ in der Nährwerttabelle nennt den Gesamtzucker, also natürlich enthaltenen und zugesetzten Zucker zusammen. Eine eigene Angabe für freien Zucker gibt es in Deutschland nicht. Zugesetzter Zucker muss aber in der Zutatenliste stehen, laut Konsensuspapier unter mehr als 50 möglichen Bezeichnungen, etwa Dextrose, Karamellsirup, Maltodextrin oder Gerstenmalz.
Die Tabelle zeigt Durchschnittswerte aus dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0), der deutschen Nährstoffdatenbank des Max Rubner-Instituts. Die Werte gelten pro 100 g, bei Getränken entspricht das ungefähr 100 ml. Die Portionen sind Beispiele, die Ergebnisse gerundet.
| Lebensmittel | Zucker pro 100 g | Beispielportion | Zucker pro Portion | Würfelzucker (je 3 g) |
|---|---|---|---|---|
| Colagetränk | 10,3 g | Dose, 0,33 l | 34 g | 11 |
| Zitronenlimonade | 9,3 g | Dose, 0,33 l | 31 g | 10 |
| Eistee, gesüßt | 6,2 g | Flasche, 0,5 l | 31 g | 10 |
| Apfelsaft | 9,6 g | Glas, 0,25 l | 24 g | 8 |
| Orangensaft | 8,5 g | Glas, 0,25 l | 21 g | 7 |
| Apfelschorle | 5,6 g | Flasche, 0,5 l | 28 g | 9 |
| Kakao-Milchgetränk, gesüßt | 7,6 g, davon 3,7 g Milchzucker | Glas, 0,25 l | 19 g | 6 |
| Fruchtjoghurt, gesüßt | 12,1 g, davon 3,2 g Milchzucker | Becher, 150 g | 18 g | 6 |
| Tomatenketchup | 20,8 g | 30 g | 6 g | 2 |
| Cerealien, gesüßt, mit Honig- oder Schokogeschmack | 26,6 g | Schale, 40 g | 11 g | 3,5 |
| Vollmilchschokolade | 51,4 g, davon 9,6 g Milchzucker | 25 g | 13 g | 4 |
| Nuss-Nougat-Creme | 53,1 g | 20 g | 11 g | 3,5 |
| Fruchtgummi | 56,7 g | 25 g | 14 g | 5 |
| Honig | 70,8 g | 20 g | 14 g | 5 |
| Apfel, roh | 10,5 g | 1 Apfel, 150 g | 16 g | zählt nicht |
| Vollmilch, 3,5 % Fett | 4,0 g, fast nur Milchzucker | Glas, 0,25 l | 10 g | zählt nicht |
Zwei Getränke genügen, um die 50 g zu überschreiten: Eine Dose Cola und ein Glas Apfelsaft kommen zusammen auf rund 58 g. Einzelne Produkte weichen von den Durchschnittswerten deutlich ab. Analysen des Max Rubner-Instituts fanden in Fruchtjoghurts 4 bis 22 g Zucker pro 100 g, in Frühstückscerealien 1,5 bis 35 g.
Die meisten Menschen in Deutschland liegen über der Grenze. Nach Daten der Nationalen Verzehrsstudie II stammen bei Frauen 13,9 Prozent und bei Männern 13,0 Prozent der Energie aus freiem Zucker, bei 15- bis 24-Jährigen 16 bis 18,5 Prozent. Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahren kamen in der Dortmunder DONALD-Studie auf 15 bis 17,5 Prozent; seit 2010 sinkt ihr Zuckerkonsum dort deutlich. Die wichtigsten Quellen sind Süßwaren mit 36 Prozent, Fruchtsäfte und Nektare mit 26 Prozent und Limonaden mit 12 Prozent.
Für die WHO hat ein Team der neuseeländischen Universität Otago die Studienlage zum Gewicht ausgewertet (Te Morenga 2013). Eingeschlossen waren 30 randomisierte Studien von mindestens zwei Wochen Dauer und 38 Kohortenstudien mit mindestens einem Jahr Laufzeit; Abnehmstudien zählten nicht.
Bei Erwachsenen ohne feste Kalorienvorgabe sank das Gewicht in fünf Studien mit weniger Zucker im Mittel um 0,80 kg. In zehn Studien mit mehr Zucker, meist über gesüßte Getränke, stieg es um 0,75 kg. In elf Studien, in denen Zucker gegen gleich viele Kalorien aus anderen Kohlenhydraten getauscht wurde, blieb das Gewicht praktisch gleich (plus 0,04 kg). Der Effekt läuft also über zusätzliche Kalorien, nicht über eine besondere Wirkung des Zuckers.
Bei Kindern zeigten fünf Studien mit Ratschlägen zum Zuckersparen keine Gewichtsänderung, allerdings hielten sich nur wenige an die Ratschläge. In fünf Kohortenstudien hatten Kinder mit dem höchsten Konsum gesüßter Getränke nach mindestens einem Jahr eine um 55 Prozent höhere Chance, übergewichtig zu sein, als Kinder mit dem niedrigsten (Odds Ratio 1,55).
Eine zweite Übersicht für die WHO fand 55 Studien zu Zucker und Karies: 3 Interventions-, 8 Kohorten-, 20 Bevölkerungs- und 24 Querschnittsstudien (Moynihan 2014). 42 von 50 Studien an Kindern und alle 5 an Erwachsenen fanden mindestens einen Zusammenhang nach dem Muster: mehr Zucker, mehr Karies. Dass Karies unter 10 Prozent Energie aus freiem Zucker seltener ist, bewerteten die Autorinnen als Evidenz mittlerer Qualität.
Für die 5-Prozent-Grenze gab es nur drei Bevölkerungsstudien aus Japan mit zusammen 18.447 Kindern, die wenig Fluorid bekamen. Dort fiel das Zuckerangebot von 15 kg pro Kopf und Jahr vor dem Zweiten Weltkrieg bis 1946 auf 0,2 kg, und mit ihm die Karies. Die WHO stufte diese Evidenz als sehr niedrig ein. Eine Aktualisierung mit 23 neuen Studien bestätigte 2022 den Befund unter 10 Prozent und hob die Bewertung für unter 5 Prozent auf „niedrig“ an (Moores 2022).
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2022 geprüft, ob sich eine sichere Höchstmenge für Zucker festlegen lässt. Zucker ist demnach ein gut belegter Risikofaktor für Karies. Aus randomisierten Studien mit Ersatzmesswerten folgert die Behörde mit mittlerer Sicherheit einen ursächlichen Zusammenhang zwischen zugesetztem oder freiem Zucker und Übergewicht sowie ungünstigen Blutfetten, mit geringer Sicherheit für Fettleber und Typ-2-Diabetes.
Eine Schwelle, unterhalb derer das Risiko nicht steigt, fand die EFSA nicht. Ihr Fazit: zugesetzten und freien Zucker im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung so gering wie möglich halten. Eine Übersichtsarbeit über 73 Metaanalysen fand 2023 schädliche Zusammenhänge mit 45 Gesundheitsfolgen, bewertete die meisten Belege aber als niedrig oder sehr niedrig (Huang 2023). Mittlere Qualität erreichten nur vier Stoffwechsel-Befunde, darunter gesüßte Getränke und Körpergewicht.
Wer abnehmen möchte, kann bei gesüßten Getränken ansetzen: In den Studien sank das Gewicht mit weniger Zucker über die eingesparten Kalorien. Wie groß Ihr Defizit sein sollte, zeigt der Kaloriendefizit-Rechner.

Die WHO-Grenzen gelten auch für Kinder; weil sie weniger Energie brauchen, ist ihr Budget in Gramm kleiner. Die europäische pädiatrische Fachgesellschaft ESPGHAN empfiehlt für 2- bis 18-Jährige weniger als 5 Prozent, für Säuglinge und Kleinkinder noch weniger. Fragen zur Ernährung Ihres Kindes klären Sie in der kinderärztlichen Praxis.
Wenn Sie Diabetes haben, besprechen Sie Ihren Umgang mit Zucker mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrem Diabetesteam, auch für den Fall einer Unterzuckerung. Das gilt ebenso in der Schwangerschaft und bei einer Essstörung. Die WHO weist außerdem darauf hin, dass ihre Grenzen nicht für Menschen gelten, die eine therapeutische Ernährung brauchen, etwa zur Behandlung einer akuten Mangelernährung.
Ihr nächster Schritt: Berechnen Sie Ihren Kalorienbedarf und teilen Sie ihn durch 40. So kennen Sie Ihre persönliche Zuckergrenze in Gramm.
Beim Zucker kaum. Apfelsaft enthält laut Bundeslebensmittelschlüssel 9,6 g Zucker pro 100 g, Zitronenlimonade 9,3 g. Die WHO rechnet Fruchtsäfte ausdrücklich zum freien Zucker, die Herkunft aus Früchten ändert daran nichts. Fruchtsäfte und Nektare liefern in Deutschland 26 Prozent des freien Zuckers. Wer Saft mag, kann ihn als Schorle verdünnen, muss den Zucker aber weiter mitrechnen: Ein halber Liter Apfelschorle bringt rund 28 g mit.
Auch für Kinder gilt laut WHO: weniger als 10 Prozent der Energie aus freiem Zucker. Da Kinder weniger Energie brauchen, sind das weniger Gramm, bei einem Bedarf von 1200 kcal etwa 30 g oder 10 Stück Würfelzucker. Die Fachgesellschaft ESPGHAN rät für 2- bis 18-Jährige zu weniger als 5 Prozent. Eine Dose Zitronenlimonade mit rund 31 g würde die 30 g allein schon überschreiten.
Die Angabe nennt den gesamten Zucker pro 100 g oder 100 ml, also natürlich enthaltenen und zugesetzten Zucker zusammen. Bei Milchprodukten steckt darin auch Milchzucker. Eine getrennte Angabe für freien Zucker gibt es in Deutschland nicht. Ob Zucker zugesetzt wurde, verrät die Zutatenliste, in der die Zutaten nach Gewicht absteigend stehen. Für süßende Zutaten sind dort mehr als 50 Bezeichnungen im Umlauf, von Dextrose bis Gerstenmalz.
Nein, nicht der Milchzucker aus naturbelassener Milch oder Naturjoghurt. Vollmilch enthält laut Bundeslebensmittelschlüssel 4,0 g Zucker pro 100 g, fast ausschließlich Milchzucker. Bei gesüßten Milchprodukten zählt dagegen der zugesetzte Anteil: Ein Fruchtjoghurt hat 12,1 g Zucker pro 100 g, davon 3,2 g Milchzucker. Die übrigen knapp 9 g stammen vor allem aus zugesetztem Zucker und zählen mit.
Die 50 g sind als Obergrenze für die übliche tägliche Zufuhr gedacht, nicht als Schwelle, ab der Schaden plötzlich beginnt. Eine solche Schwelle konnte die EFSA nicht finden: Das Risiko steigt nach den Daten mit der Menge, ohne erkennbaren Grenzwert. Die DGE lässt ausdrücklich Raum für kleine Extras wie Süßigkeiten, gelegentlich und in kleinen Mengen, solange Kalorien und Nährstoffe insgesamt stimmen.
Am meisten Magnesium pro 100 g liefern laut Bundeslebensmittelschlüssel Kakaopulver (545 mg), Weizenkleie (446 mg) sowie Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Chiasamen und Kürbiskerne…
Antientzündliche Ernährung bedeutet vor allem viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse und pflanzliche Öle, dafür wenig Wurst, Zuckergetränke und stark Verarbeitetes. Studien…
Am meisten Eiweiß pro 100 g liefern Parmesan, Kürbiskerne, Harzer Käse und Erdnüsse mit 29 bis 36 g, gefolgt von Geflügel, magerem…
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