Wie viel Zucker am Tag ist okay? Die Grenze in Gramm und Würfeln
Okay sind weniger als 10 Prozent der täglichen Energie aus freiem Zucker, bei 2000 kcal also höchstens 50 g oder knapp 17…
Am meisten Magnesium pro 100 g liefern laut Bundeslebensmittelschlüssel Kakaopulver (545 mg), Weizenkleie (446 mg) sowie Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Chiasamen und Kürbiskerne (285 bis 347 mg), danach Nüsse und Haferflocken. Pro Portion punkten auch Sojabohnen, Buchweizen und Naturreis. Die Schätzwerte der DGE von 350 mg für Männer und 300 mg für Frauen sind mit normalem Essen erreichbar.
Starke Evidenz: Die Magnesiumgehalte stammen überwiegend aus Laboranalysen der deutschen Nährstoffdatenbank BLS 4.0, decken sich mit den Quellen, die die DGE nennt, und deren Beispielrechnungen erreichen die Schätzwerte ohne Präparat. Dünner ist die Datenlage dazu, wie viel davon der Körper aufnimmt: Dazu gibt es nur kleine Studien mit 8 bis 10 Personen.
Wer Magnesium aus Lebensmitteln statt aus Tabletten bekommen möchte, muss nicht lange suchen: Kerne, Samen, Nüsse, Kakao, Vollkorn und Hülsenfrüchte liefern am meisten. Für die meisten Menschen reicht normales Essen, um die Referenzwerte zu erreichen. Die Tabellenwerte stammen aus dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0), der deutschen Nährstoffdatenbank des Max Rubner-Instituts. Außerdem lesen Sie, was die Aufnahme bremst und warum Magnesium gegen Wadenkrämpfe weniger ausrichtet, als die Vermarktung nahelegt.
Pro 100 g liegen Kakaopulver mit 545 mg und Weizenkleie mit 446 mg vorn, gefolgt von Sesam, Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Chiasamen und Kürbiskernen mit 285 bis 347 mg. Nüsse wie Walnüsse, Mandeln und Cashewkerne liefern 140 bis 258 mg, Haferflocken 121 mg. Pro Portion gerechnet holen gekochte Sojabohnen, Buchweizen, Quinoa und Naturreis auf, weil davon mehr auf dem Teller landet.

Die Tabelle zeigt den Gehalt pro 100 g laut Bundeslebensmittelschlüssel 4.0 und den daraus berechneten, gerundeten Wert für eine Beispielportion. Beilagen und Hülsenfrüchte stehen gegart in der Liste, so wie Sie sie essen.
| Lebensmittel | Magnesium pro 100 g | Beispielportion | Magnesium pro Portion |
|---|---|---|---|
| Kakaopulver, schwach entölt | 545 mg | 10 g | 55 mg |
| Weizenkleie | 446 mg | 10 g | 45 mg |
| Sesam | 347 mg | 10 g | 35 mg |
| Sonnenblumenkerne | 336 mg | 25 g | 84 mg |
| Leinsamen | 323 mg | 10 g | 32 mg |
| Chiasamen | 306 mg | 15 g | 46 mg |
| Kürbiskerne | 285 mg | 25 g | 71 mg |
| Cashewkerne | 258 mg | 25 g | 65 mg |
| Mandeln | 218 mg | 25 g | 54 mg |
| Bitterschokolade | 199 mg | 20 g | 40 mg |
| Erdnüsse, geröstet | 165 mg | 25 g | 41 mg |
| Haselnüsse | 163 mg | 25 g | 41 mg |
| Walnüsse | 140 mg | 25 g | 35 mg |
| Haferflocken | 121 mg | 50 g | 61 mg |
| Sojabohnen, gekocht | 85 mg | 150 g | 128 mg |
| Spinat, gedünstet | 82 mg | 150 g | 123 mg |
| Tofu | 78 mg | 100 g | 78 mg |
| Buchweizen, gekocht | 67 mg | 150 g | 100 mg |
| Quinoa, gekocht | 58 mg | 150 g | 87 mg |
| Roggenvollkornbrot | 56 mg | 100 g (2 Scheiben) | 56 mg |
| Weiße Bohnen, gekocht | 45 mg | 150 g | 68 mg |
| Kichererbsen, gekocht | 44 mg | 150 g | 66 mg |
| Naturreis, gekocht | 43 mg | 200 g | 86 mg |
| Kidneybohnen, gekocht | 40 mg | 150 g | 60 mg |
| Vollkornnudeln, gekocht | 37 mg | 200 g | 74 mg |
| Banane | 28 mg | 150 g | 42 mg |
| Linsen, gekocht | 22 mg | 150 g | 33 mg |
| Kartoffeln, gekocht | 22 mg | 250 g | 55 mg |
| Mineralwasser, Durchschnittswert | 3,3 mg | 1 Liter | 33 mg |
| Leitungswasser, Durchschnittswert | 0,9 mg | 1 Liter | 9 mg |
Zwei Dinge fallen auf. Konzentrierte Quellen schlagen nicht automatisch die Hauptmahlzeit: 10 g Kakaopulver liefern 55 mg, ein Teller gekochter Sojabohnen 128 mg. Und gegarte Hülsenfrüchte enthalten pro 100 g deutlich weniger als getrocknete, unter anderem weil sie beim Kochen Wasser aufnehmen: Getrocknete Linsen haben laut BLS 11 Prozent Wasser und 129 mg Magnesium, gekochte 72 Prozent Wasser und 22 mg.
Und die Banane? 150 g bringen 42 mg: solide, aber kein Spitzenwert. Die DGE zählt Bananen wie Kartoffeln, Fleisch und Milchprodukte zu den Lebensmitteln, die vor allem über die gegessene Menge zur Versorgung beitragen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für Erwachsene ab 19 Jahren 350 mg pro Tag für Männer und 300 mg für Frauen. Für Schwangere und Stillende gelten ebenfalls 300 mg, für Jugendliche von 15 bis unter 19 Jahren 330 mg (männlich) und 260 mg (weiblich). Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kommt für Erwachsene auf dieselben Werte.
Entscheidend ist das Wort, das die DGE seit ihrer Überarbeitung 2021 verwendet: Schätzwert. Eine echte Zufuhrempfehlung lässt sich nach ihren Angaben nicht ableiten, weil belastbare Studien zum durchschnittlichen Bedarf fehlen. Die Werte orientieren sich daran, wie viel gesunde Menschen im Mittel aufnehmen. Ein Tag mit etwas weniger bedeutet deshalb noch keinen Mangel.
Wie viel in Deutschland gegessen wird, geben das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die DGE aus derselben Nationalen Verzehrsstudie II unterschiedlich an: Das BfR nennt mittlere Werte (Median) von 334 bis 378 mg bei Frauen und 389 bis 454 mg bei Männern, die DGE 284 und 345 mg. Einen Mangel hält die DGE bei üblicher Ernährung für selten.
Wie viel Magnesium im Körper ankommt, hängt vor allem von der Menge ab. Bei 370 mg am Tag nimmt der Darm laut einer Übersichtsarbeit 30 bis 50 Prozent auf (Schuchardt und Hahn 2017). Je mehr auf einmal kommt, desto kleiner der Anteil: In einer dort zitierten Studie wurden von 36 mg am Tag 65 Prozent aufgenommen, von 973 mg nur 11 Prozent, die absolute Menge stieg trotzdem. Über den Tag verteilt ist die Ausbeute besser als auf einen Schlag.
Phytat aus Kleie und Vollkorn. Phytinsäure sitzt in den Randschichten des Getreides. In zwei Isotopenstudien mit je 8 bis 9 gesunden Erwachsenen bekamen die Teilnehmenden 200 g phytatfreies Weißbrot, einmal ohne und einmal mit zugesetzter Phytinsäure. In der Menge, die in Vollkornbrot steckt, senkte sie den aufgenommenen Anteil des Magnesiums von 32,5 auf 13,0 Prozent, in der halb so großen Menge aus dunklem Brot von 32,2 auf 24,0 Prozent (Bohn 2004). Echtes Vollkornbrot wurde nicht getestet, und es enthält laut BLS rund zweieinhalbmal so viel Magnesium wie Weißbrot. Hinweise, dass Sauerteig mehr Magnesium verfügbar macht, stammen aus einer Studie an Ratten.
Oxalat aus Spinat. In einer Studie derselben Forschungsgruppe aßen neun gesunde Erwachsene dieselbe Mahlzeit einmal mit 300 g Spinat und einmal mit 300 g oxalatarmem Grünkohl. Aus der Spinat-Mahlzeit nahmen sie 26,7 Prozent des Magnesiums auf, aus der Grünkohl-Mahlzeit 36,5 Prozent. Die Autoren gehen davon aus, dass der höhere Magnesiumgehalt des Spinats den Verlust zumindest teilweise ausgleicht.
Hoch dosierte Mineralstoffe. Große Mengen Calcium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Mangan oder Zink aus Präparaten können die Aufnahme laut DGE hemmen, die Mengen aus normalem Essen nicht. In einer Stoffwechselstudie mit Männern senkten 142 mg Zink täglich die Magnesiumaufnahme statistisch deutlich (Spencer 1994); 1.667 mg Calcium am Tag änderten dagegen bei 26 jugendlichen Mädchen nichts Relevantes.
Koffein und Alkohol können laut DGE die Ausscheidung über die Niere erhöhen.
Beim Wasser entscheidet das Etikett. Als „magnesiumhaltig“ darf ein Mineralwasser nur bezeichnet werden, wenn es mehr als 50 mg Magnesium pro Liter enthält (Mineral- und Tafelwasser-Verordnung, Anlage 6). Der BLS rechnet für ein durchschnittliches Mineralwasser mit 33 mg pro Liter, für Leitungswasser mit 9 mg. Beim Leitungswasser hängt der Gehalt laut DGE von der Quelle und vom Härtegrad ab, hartes Wasser enthält mehr.
Magnesium aus Wasser wird gut aufgenommen. Zehn gesunde Frauen tranken in einer Studie ein Mineralwasser mit 110 mg Magnesium pro Liter: Allein getrunken nahmen sie 45,7 Prozent davon auf, zu einer Mahlzeit 52,3 Prozent (Sabatier 2002). Rechenbeispiel: 1,5 Liter eines Wassers mit 100 mg pro Liter liefern 150 mg, die Hälfte des Schätzwerts für Frauen.
Die vorliegenden Studien haben Magnesium als Präparat getestet, nicht als Lebensmittel, und selbst so schneidet es schwach ab. Ein Cochrane-Review fasste 11 randomisierte Studien mit 735 Teilnehmenden zusammen. Bei älteren Menschen mit nächtlichen Wadenkrämpfen ohne erkennbare Ursache sank die Zahl der Krämpfe nach vier Wochen gegenüber Placebo um 0,18 pro Woche, ein statistisch nicht gesicherter Unterschied (5 Studien, 307 Personen). Zu Krämpfen in der Schwangerschaft waren die Ergebnisse widersprüchlich, zu Krämpfen beim Sport gab es keine randomisierten Studien (Garrison 2020).
Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie bewertet die Wirksamkeit von Magnesium bei solchen Krämpfen als nicht ausreichend belegt; ein gemessener Mangel soll aber ausgeglichen werden. Krämpfe ohne vorherige Belastung kennt etwa ein Drittel der Bevölkerung, im Alter häufiger. Die Ursachen reichen von Bewegungsmangel, Alkohol und Salzverlust beim Sport in der Hitze über Erkrankungen der Nerven, Schilddrüse, Leber und Nieren bis zu Medikamenten wie Entwässerungsmitteln und Statinen. Im akuten Krampf rät die Leitlinie, den Muskel zu dehnen (DGN 2023).
Die DGE hat zwei Beispiele durchgerechnet, beide ohne Nahrungsergänzung. Eine Mischkost erreicht 310 mg, unter anderem mit zwei Scheiben Vollkornbrot (55 mg), 250 g Kartoffeln (52,5 mg), 150 g Spinat (91,5 mg) und 1,5 Litern Mineralwasser (45 mg). Eine pflanzenbetonte Auswahl mit Joghurt kommt auf 336 mg:

Beide liegen über den 300 mg für Frauen, obwohl es laut DGE keine vollständigen Tagespläne sind; die DGE rechnet dabei mit leicht anderen Nährwerten als der aktuelle BLS. Fünf Hebel für den Alltag:
Wie Vollkorn, Hülsenfrüchte und Nüsse in einen ausgewogenen Speiseplan passen, lesen Sie im Themenbereich Ernährung.
Magnesium aus normalen Lebensmitteln ist für Gesunde unbedenklich. Nachteilige Effekte wurden laut DGE und BfR bisher nicht beobachtet, die Nieren können die Ausscheidung auf fast 100 Prozent steigern. Vorsicht ist in diesen Fällen geboten:
Für alle anderen ist Magnesium vor allem eine Frage der Lebensmittelauswahl. Berechnen Sie Ihren Kalorienbedarf, dann sehen Sie, wie viel Platz eine Handvoll Kerne oder eine Portion Hülsenfrüchte in Ihrem Tag hat.
Laut Bundeslebensmittelschlüssel enthalten Paranüsse 379 mg Magnesium pro 100 g, Cashewkerne 258 mg, Mandeln 218 mg, Pistazien 183 mg, geröstete Erdnüsse 165 mg, Haselnüsse 163 mg und Walnüsse 140 mg. Eine Handvoll von 25 g Cashewkernen liefert 65 mg, gut ein Fünftel des Schätzwerts für Frauen. Sonnenblumen- und Kürbiskerne bringen pro 25 g noch etwas mehr, nämlich 84 und 71 mg.
Kakaopulver ja: Schwach entöltes Kakaopulver enthält laut BLS 545 mg pro 100 g, 10 g liefern also 55 mg bei rund 37 kcal. Bitterschokolade kommt auf 199 mg pro 100 g; 20 g bringen 40 mg, aber auch rund 113 kcal. Vollmilchschokolade enthält mit 53 mg pro 100 g nur gut ein Viertel davon. Kakaogetränkepulver liefert deutlich weniger: Die DGE rechnet für 4 g mit 6 mg.
Bei gesunden Menschen nicht. Laut DGE und BfR wurden bei hoher Zufuhr aus Lebensmitteln bisher keine nachteiligen Effekte beobachtet, weil die Nieren die Ausscheidung auf fast 100 Prozent steigern können. Die Obergrenze von 250 mg pro Tag gilt nur für zusätzliches Magnesium aus Präparaten und angereicherten Lebensmitteln. Wer eine eingeschränkte Nierenfunktion hat, bespricht Präparate und Abführmittel mit der Ärztin oder dem Arzt.
Einen eigenen Schätzwert für Sportler gibt es nicht. Über den Schweiß gehen laut DGE relativ geringe Mengen verloren. Ob Training die Verluste über Urin oder Stuhl erhöht, ist umstritten: Ältere Studien fanden das, neuere nicht; bei Radsportlern stieg die Ausscheidung über die Niere selbst in einer intensiven Trainingsphase nicht. Wer wegen des Trainings mehr isst, erhöht mit Vollkorn, Kernen und Hülsenfrüchten auch die Magnesiumzufuhr.
Nur eingeschränkt. Laut DGE liegt nur etwa 1 Prozent des Körpermagnesiums außerhalb der Zellen. Der Blutwert wird in einem engen Bereich von 0,75 bis 0,96 mmol/l gehalten und sinkt erst, wenn die Versorgung über mehr als 80 Tage knapp ist. Beschwerden zeigen sich meist erst unter 0,5 mmol/l. Ob ein Mangel vorliegt, beurteilt deshalb Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zusammen mit Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenten.
Okay sind weniger als 10 Prozent der täglichen Energie aus freiem Zucker, bei 2000 kcal also höchstens 50 g oder knapp 17…
Antientzündliche Ernährung bedeutet vor allem viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse und pflanzliche Öle, dafür wenig Wurst, Zuckergetränke und stark Verarbeitetes. Studien…
Am meisten Eiweiß pro 100 g liefern Parmesan, Kürbiskerne, Harzer Käse und Erdnüsse mit 29 bis 36 g, gefolgt von Geflügel, magerem…
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